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Bauen für die Energiewende

Projekt: Offshore Servicestation Helgoland (Büro und Lagerhalle) für den Offshore Windpark RWE Nordsee Ost (NSO)

Bauherr: RWE Innogy

Generalunternehmer: Knoll GmbH & Co. KG Bauunternehmung

MEVA Systeme: Wandschalung StarTec, Deckenschalung MevaDec, Traggerüst MEP, Schrägabstützung Triplex

Baudaten:  1.000 m³ Beton C12/15 – C35/45; Fassade: 1.200 m², hinterlüftet

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs- Systeme GmbH

 
 
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Projekt

Service- und Betriebsstation der RWE Innogy auf Helgoland

„Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Strand. Das sind die Farben von Helgoland.“ So beschreiben die 1.000 Bewohner von Deutschlands einziger Hochseeinsel ihre Heimat. Nachdem die Insel in der Sturmflut von 1720 getrennt wurde, besteht Helgoland heute aus der Hauptinsel und der so genannten Düne. Etwa 30 km nordwestlich der Inseln errichtet die RWE Innogy den neuen Windpark RWE Nordsee Ost (NSO). Er besteht aus 48 Anlagen mit einer Nabenhöhe von 90 m und einem Rotordurchmesser von 126 m; die Gesamtleistung ist auf 295 Megawatt Strom ausgelegt. Im Südhafen von Helgolands Hauptinsel baut die Knoll GmbH & Co. KG Bauunternehmung aus Haren (Ems) für den Windpark eine schlüssel fertige Servicestation, bestehend aus einer Lagerhalle und einem Bürotrakt mit Sozialräumen. Die Station dient später im Betrieb zur Wartung und Steuerung des Windparks. Helgoland bietet sich dabei besonders aus logistischen Gründen an, da der Weg vom Festland rund 80 km weiter ist und deutlich mehr Aufwand bedeuten würde. Die Station wird direkt an der Kaimauer per Schiff angefahren oder es wird der ebenfalls mitgebaute Hubschrauberlandeplatz angesteuert.

Logistik und Wind
Die Herausforderung beim Bau der Anlage: die Logistik und exponierte Lage. Helgoland gehört zur höchsten Windklasse (IV). Das Wetter spielte so manch einen Streich, in Gestalt z.B. von Sturmtief Christian, das mit 195 km/h buchstäblich über die Insel „fegte“. Der Helgoländer sagt dazu, an 200 Tagen im Jahr wehe der Wind, an den restlichen Tagen sei Sturm. Die ausschließliche Anlieferung über den Seeweg erfordert eine besonders ausgefeilte Logistik. Der Bauablauf musste im Vorlauf komplett durch- gespielt werden, um eine ausreichende Material-ausstattung bei geringer Vorhaltung zu ermöglichen. 

Einfach Material bestellen und per Eiltransport auf der Baustelle anliefern lassen, das ist hier nicht möglich, da Schifftransporte etwa fünf Tage in Anspruch nehmen.

Detaillierte Bauablaufplanung
Gemeinsam mit MEVA wurde daher ein Konzept für den realen Bauablauf mit allen Betonierabschnitten erarbeitet, um Technik, Material, Kosten und Zeit in Einklang zu bringen. Ideal ist hier die Stützen-, Wand- und Fundamentschalung aus der universellen Systemschalung StarTec. Alle Elementhöhen und -breiten spielen hier ihren Part, nach dem ökonomischen Min-Max- Prinzip projektspezifisch begrenzt.

Nachhaltiges Bauen, zertifiziert in Gold
Eine Besonderheit ist die Zertifizierung des Bauwerks nach dem Standard des Gold-Zertifikats der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen). Dazu mussten strenge Vorgaben bei der Verwendung von Baustoffen und Materialien wie z.B. Vermeidung von Cadmium, Blei und Chrom VII und die lückenlose Dokumentation der Umsetzung eingehalten werden.

„Aufgrund der äußerst positiven Erfahrungen wurde die gesamte Leistung noch mit der MietePlus- Versicherung abgedeckt, um vor Nachberechnungen zu schützen und den Aufwand auf der Baustelle einzugrenzen“, fasst Projektleiter Jens Schulte zusammen

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