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Europas größtes Wasserkraftwerk Linthal 2015 – ein Blick auf die alpine Großbaustelle

Projekt: Wasserstauwerke zur Stromerzeugung mit unterirdischem Pumpspeicherwerk

Bauherr: Kraftwerke Linth-Limmern AG

Bauunternehmen: Arge bestehend aus Marti AG, Kraftwerke Linth-Limmern AG & Axpo AG

MEVA Systeme: Wandschalung Mammut 350, Stützbock STB 450, Kletterarbeitsbühne KLK 230, Rundsäulenschalung Circo

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme, Seon (Schweiz) und Haiterbach

 
 
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PROJEKT

Neue Alpine Zukunftsenergie

Mitten im Schweizer Hochgebirge im Kanton Glarus, der schneereichsten Region der Schweiz, wird an Europas größtem Wasserkraftwerk gebaut. Unter dem Projektnamen «Linthal 2015» entsteht ein unterirdisches Pumpspeicherwerk, das Wasser aus dem Limmernsee in den gut 600 m höher gelegenen Muttsee zurückpumpt. Damit erhöht sich die Stromproduktion der Kraftwerke Linth-Limmern von ca. 480 auf 1480 MW. Für die Realisierung wird mit einer Bauzeit von rund sieben Jahren gerechnet. 

Der Muttsee erhält eine neue, 1000 m lange Staumauer, die dessen Speichervolumen von 9 auf 25 Mio. m3 erhöht. Die natürliche Seehöhe von 2.446 m wächst auf eine Stauhöhe von 2.474 m über dem Meeresspiegel. Am Fuß der heutigen Staumauer des Limmernsees entsteht im Berginnern eine Kavernenzentrale für Turbinen und Transformatoren. 

Technisch und logistisch eine besondere Herausforderung 
Das Projekt ist für alle Beteiligten eine große technische und logistische Herausforderung, auch für die MEVA Schalungsingenieure. Unter großem Zeitdruck – schon jetzt im Frühherbst fällt Schnee – wird gearbeitet, auf engstem Raum muss Baumaterial und schweres Schalungsgerät vom Basislager auf 800 m Höhe zu den Baustellen auf 1.700 m und 2.500 m Höhe gebracht werden. Dies erfolgt zunächst über eine Bauseilbahn, später zusätzlichen durch einen Zugangsstollen mit Standseilbahn (und Zahnradverbindung zum Boden) bis auf Höhe der Kavernenzentrale, von dort weiter per Bauseilbahn zum Muttsee.

Mammut 350 und Stützbock STB 450 im Einsatz 
Betoniert werden bereits das Ein- und Auslaufbauwerk am Muttsee. Die 12 m hohen Wänden werden doppel- und einhäuptig mit dem Stützbock STB 450 und der Großflächenschalung Mammut 350 erstellt. Wegen der hohen Betonierdrücke hat der Schalungsaufbau eine spezielle Rückverankerung statt Stützen. Im Berginnern in der Kavernenzentrale entstehen derzeit die Blöcke für die Maschinenkaverne, die 156 m lang, bis 30 m breit und bis zu 53 m hoch ist. 

Die begrenzte Lagerkapazität an den Einsatzstellen, vor allem im Berginnern, die hohen Drücke und das Umsetzen der Schalung erfordern auch hier eine ausgefeilte Planung von der Logistik bis zur Bauausführung.

Bauabschnitt: Ein- und Auslaufbauwerk am Muttsee

Unter dem Namen «Linthal 2015» entsteht im Schweizer Hochgebirge das stärkste Pumpspeicherwerk der Schweiz und eines der größten in Europa. Dabei wird Wasser aus dem Limmernsee in den gut 600 m höher gelegenen Muttsee zurückgepumpt, von wo es zur Stromerzeugung wieder herunterfließt. Wir berichteten bereits über den Bauabschnitt der Kavernen. Diese sind im Innenausbau und die Arbeiten an den Ein- und Auslaufbauwerken am Muttsee schreiten fort. Die Bilder zeigen den Bauabschnitt Höhentakt 2 vom Ein- und Auslaufbauwerk Muttsee. Beim Höhentakt 1 wurden einhäuptige Wände bis 11,25 m und zweihäuptige Wände bis 12,75 m Höhe betoniert. Der Stützbock STB 450 mit Aufstockeinheiten von je 1,50 m und die Wandschalung Mammut 350 mussten sehr hohe Betonierdrücke aufnehmen.

Arbeitsbühne KLK 230 und Wandschalung Mammut 350
Für den Höhentakt 2 kamen dann Kletterarbeitsbühnen KLK 230 zum Einsatz, die auf ca. 2,50 m Höhe vormontiert und nach oben gehängt wurden. Darauf kam dann die Wandschalung Mammut 350 mit 7,00 m Höhe zum Einsatz. Aufgrund der Geometrie mit ihren Rundungen und Ellipsen war die Planung der KLK-Montage knifflig und aufwändig. In die Wandschalung wurden Holzeinlagen eingebaut, um diese Rundungen abzubilden. Außerdem kam die Rundsäulenschalung Circo mit einem Radius von 1,00 m zum Einsatz. Abschließend wurden mit der Wandschalung Mammut 350 auch noch die Balken zwischen den Wänden und Pfeilern geschalt und betoniert. Die begrenzte Lagerkapazität an den Einsatzstellen, hohe Betonierdrücke und das Umsetzen der Schalung erforderten eine ausgefeilte Planung von der Logistik bis zur Bauausführung.

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